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11.02.2014 12:10:47

Abstinenz

Abstinenz
In dem Wort „Abstinenz“ sehe ich viele positive Aspekte wie „bewusste Entscheidung“, „gerader Weg“ und „Freiheit in Gedanken und Handlungen“.
Die Gespräche in meinem Freundeskreis bringen mir die Motivation zur Enthaltsamkeit. Diese bedeutet für mich nicht Verzicht. Lebenslange Abstinenz ist für mich kein Dogma, sondern ein Gewinn und eine handfeste Orientierung für mein Leben. Für mich gibt es keine Überlegungen, irgendwann kontrolliert oder gelegentlich wieder konsumieren.
Ich bin überzeugt davon, dass sich die Arbeit in der Selbsthilfegruppe lohnt und nie enden wird. Bei mir hat die Selbsthilfe bewirkt, dass Ängste und mein schlechtes Gewissen abgebaut wurden. Ich kann mich täglich wieder selbst spüren und achten und meine Familie und Umwelt lieben. Dies ist für mich die wahre Bedeutung der Abstinenz.
Mein ureigenes Verständnis von Abstinenz ist geprägt von meinen Erfahrungen als alkoholabhängiger. Der ernsthafte Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören, war bereits vorhanden. Ich scheiterte allerdings immer wieder nach längeren und kürzeren Trinkpausen auf dem Wege zur Abstinenz, weil ich diesen Weg allein gehen wollte. Erst in der Selbsthilfegruppe machte ich die Erfahrung, dass der gemeinsame Weg in die Abstinenz das Richtige für mich war. Die in der Selbsthilfegruppe erworbene Fähigkeit, den Suchtstoff „loszulassen“, ihn nie wieder einzusetzen oder gegen andere Suchtmittel einzutauschen, brachte mir neue Lebenskraft. Mögen viele Suchtkranke auch ihre Einstellung zu ihrer Zufriedener Abstinenz finden.

Klaus


Gruppengänger
02.05.2011 21:50:23
Schöne Theorie!